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Solnhofen und seine Fossilien Die hier gezeigten Fossilien wurden - soweit selbst gefunden - in einem Zeitraum von 9 Jahren gesammelt. Um einen Eindruck zu vermitteln, wie groß die Chancen für gute Funde sind, ein kurzer Vergleich: die gesamte Sammelzeit innerhalb der genannten 9 Jahre entspricht i.e. zwei Arbeitsstunden aller Steinbrucharbeiter im Solnhofener und Eichstätter Revier zusammen gerechnet. Oder anders ausgedrückt: in 9 Jahren standen für all die gezeigten Fossilien 600 Zeitstunden zur Suche zur Verfügung, die Arbeiter in den Steinbrüchen hatten im gleichen Zeitraum mehr als 3 Millionen Stunden Gelegenheit Fossilien zu finden. Neben einigen sehr gut erhaltenen Fossilien sowie sehr seltenen Exemplaren werden hier - den Funden entsprechend - auch einige weniger gut überlieferte, bzw. als Negativ vorliegende Exemplare (- was bei Insekten oftmals eher von Vorteil ist -) gezeigt. Wer sich das Ziel setzt, möglichst viele neue, bisher noch nicht publizierte Arten oder eine möglichst komplette Sammlung mit z.T. auch sehr großen und eindrucksvollen Fossilien zu besitzen, wird auf den Kauf von Fossilien angewiesen sein. Die Abbildung zeigt einen jungen Tharsis dubius (Knochenfisch, Länge: 6,9 cm) mit gut erhaltener Haut. Fundort: Solnhofen/Eichstätt
Die Qualität der Überlieferung ist bei Solnhofener Fossilien ungewöhnlich gut. Öfter werden relativ vergängliche Gewebestrukturen wie z.B. Muskeln, Haut und Darm z.B. bei Fischen, Facettenaugen und Antennen bei Krebsen und Flügelgeäder bei Insekten aufbewahrt. Durch verschiedene, hier nicht näher zu erläuternde Faktoren kam es zu einer detailgetreuen Umwandlung bzw. Nachzeichnung der Gewebemerkmale durch neu gebildete Minerale, wobei Calcit und Phosphat die häufigsten sind. In der Regel sind die damaligen Lebewesen durch den Druck der überlagernden Plattenkalkschichten auf einen Bruchteil ihrer einstigen Dicke zusammengepresst.
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